Pfarrei St. Quirinus Rosenheim - Fürstätt

Die Rosenkranzkirche

Diese Kirche dient als Pfarrkirche und wurde 1936 erbaut, da die alte Kirche – die Quirinuskirche – zu klein war. Nun einiges zum Bau selbst: Jahrelang litten die Fürstätter Seelsorger unter der Tatsache, dass viele Leute auswärts in die Kirche gehen mussten, weil die Quirinuskirche zu klein war. Einmal drohte sogar die Sperrung, weil die Emporen unter der Überlast zu brechen drohten. Sie wurden dann mit Säulen unterstützt. Jahrelang plante man, die Quirinuskirche zu erweitern, etwa mit Durchbrüchen an den Seitenwänden zwischen den Bögen und Erstellung von Seitenschiffen. Zum Glück wurde von diesen zerstörerischen und wenig effektiven Maßnahmen abgerückt. Stattdessen gelang es, von Frau Urscher ein Grundstück zu erwerben und dafür eine Baugenehmigung zu bekommen. Dafür gibt es ein immer währendes Stiftsamt jedes Jahr für Frau Urscher. Architekt Richard Steidle aus München plante den Neubau, der erstaunlich schnell vollendet war. Er gelang so gut, dass die Rosenkranzkirche schon 50 Jahre später in die Liste der denkmalgeschützten Objekte der Stadt Rosenheim aufgenommen wurde. An dem Bau nahm man allerorts in Deutschland Anteil. Z.B. sah Frau Posselt z.B. in Reichenberg ein Bild unserer Kirche, fand an ihr Gefallen und ahnte damals noch nicht, dass diese einmal nach der Vertreibung ihre Heimatkirche werden sollte. Wie gesagt: Der Bau ging schnell vonstatten, weil er von der Erzdiözese bezahlt wurde. Aber dann war Schluss. Die Inneneinrichtung traf die Pfarrei und da hieß es immer in den entsprechenden Eingaben: „Wir haben kein Geld, Die Kirchenstiftung ist völlig insuffizient“. So ließen die Kirchenbänke lange auf sich warten. Der Altarraum wurde erst 10 Jahre später ausgestaltet. Auch Glocken gab es erst später. Die Orgel kam erst 25 Jahre nach der Einweihung. 1971 erhielt die Kirche ihre letzte Innenausstattung, einen neuen Altar mit der alten Altarplatte. Er wurde am Gründonnerstag 1971 geweiht. Es kam der Tabernakel, Ambo und das Altarkreuz, gegossen von dem Rosenheimer Künstler Josef Hamberger. Es verschwanden die alte Kanzel und der Josefsaltar. Am Sonntag, den 8. Juli 2007 feiert die Kirche ihr 70 jähriges Bestehen zusammen mit dem 25 jährigen des Pfarrheimes. Die erste Taufe in der Rosenkranzkirche war die von Franz Xaver Lukas am 6. Juli 1937. Die erste Trauung war am 17. Juli 1937: Regina und Lorenz Hacklechner. Das erste Requiem war für Josef Füglein, einen 14-jährigen Buben, der an der Zuckerkrankheit starb. Die erste Firmung wurde gespendet durch Weihbischof Franz Schwarzenböck am 9. Juni 1973. 

 

Die Rosenkranzkirche nach dem Bau Die Rosenkranzkirche nach dem Bau

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